Wie macht man aus einem Stück Wiese einen Garten?
Februar 2011.
Die Transition Town Initiative Bielefeld hat endlich ein Stück Grabeland gepachtet.
600 qm Wiese mit ein paar alten kranken Apfelbäumen, wuchernde Brombeergestüppe, trostlose Vernachlässigung… aber beim genaueren Hinsehen … Potentiale, Ressourcen, Gestaltungsmöglichkeiten.
| Von Permakulturgarten TT-Bielefeld |
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| Von Permakulturgarten TT-Bielefeld |
Da findet sich ein Bambus, Himbeerranken an einer Ecke, ein Farn und Schneeglöckchen, die zaghaft aus dem toten Kraut heraussprießen. Ein kleiner Trieb entpuppt sich als Stachelbeere, und am Fuß eines abgestorbenen und mit Baumpilzen besetzten Stumpfes wachsen Reiser, die vielleicht wieder ein Pflaumenbaum werden.
Es soll hier ein Ort entstehen, an dem “Erdung” und Gemeinschaft erlebt wird, wo Techniken der Permakulturgestaltung ausprobiert und anschaulich gemacht werden.
Und schnell finden sich die ersten Ideen und gemeinsamen Aktionen.
Strohballen und 2 große Planen werden herbeigeschafft.
In einer ersten gemeinsamen Aktion am 26. Februar werden zukünftige Anbauflächen mit Stroh gemulcht oder mit Planen abgedeckt, um den Boden vorzubereiten. Mit Astscheren und Sägen bewaffnet werden bewehrte Brombeeren niedergerungen und erste Apfelbäume von Totholz befreit. Dieses dient zur Anlage eines Hügelbeetes das auch gleich mit etwas Holzkohle für Terra-Preta preversorgt wird.
Bilder der Pionierarbeit(er/innen) hier:
Am Samstag den 02.April 2011 besuchte uns ein Fernsehteam der ZDF Sendung “Sonntags” im Transition Town Permakulturgarten an der Bleichstraße. Der Kurzbeitrag (ca. 5 min) wurde dann am Sonntag den 10.04.2011 ab 9.00 Uhr morgens innerhalb der halbstündigen Sendung ausgestrahlt.
Als erste Aktion haben wir angefangen, die Teichlandschaft auszubuddeln, erstmal den Mutterboden abgetragen und damit ein neues, 2 x 5 m Beet für hochwachsende Küchenkräuter und Heilpflanzen (Liebstöckel, Baldrian und anderes, werden gespendet von Ulrike) nach Permakuturmethode ohne umzugraben angelegt: Schicht reifen Mist zum Düngen, darauf eine Schicht Pappe um zu verhindern daß die ursprüngliche Vegetation (Gras, Brennesseln und Kraut) durchkommt. Nochmal Mist, damit die Pappe scheller verrottet und dann darauf Erde, der Mutterboden aus den Teichen und Gräben. Abschließend soll noch etwas reifer Kompost drauf.
Dann hat Edith und ihr Team ein zweites, langgezogenes Hügelbeet begonnen anzulegen, dafür haben sie das Holz und Gestrüpp vom Baumschnitt verwendet und eine Schicht altes Laub gemischt mit Rasenschnitt, den wir vom Nachbarn bekommen haben. Der wollte den gebührenpflichtig zum Stadtreinigungsamt bringen. (Fotos in der Bildergalerie). Mit einem Teil des Rasenschnitts hat Martin in einem Kübel einen milchsauren Fermentationsversuch mit Holzkohle, der zu Terra-Preta-Kompost werden soll, angesetzt.
Der von Martin gebaute Pyrolyseofen wurde dem Fernsehteam gezeigt und erklärt, und kochte schließlich geschwind mal das Wasser für einen leckeren Tee.
| Von Pyrolysekocher für Terra Preta |
Und da ein vielbesuchter Ort auch ein Örtchen braucht und “zufälligerweise” gerade Marco Heckel mit seiner Tria-terra Terra-Preta-Komposttoilette zugegen war, bauten wir, nachdem das TV-Team weg war, schnell ein lebendes Weidenhäuschen dafür…
welches nun “Pipi-Tipi” getauft wurde, oder auch als erster “Klo-Dom” in die Geschichte eingeht.
Dann kamen am Mittwoch, den 6. April Viele in den Garten zur ersten Feier!
Die erste Dragon-Dreaming Runde träumen-planen-handeln-feiern ist geschafft! Yeah!
Schön war’s. Bilder:
Und die nächste Aktion wird geplant:
Gartenaktion: Graben, Schneiden, Sägen…

